
- Hat er Einfluss auf die Erde, oder nicht?
- Was bewegt Ebbe und Flut – die Gezeiten?
Es ist die immerwährende Frage, die viele Menschen beschäftigt. Zeit, mal faktenbasiert darüber nachzudenken, ob der Mond wirklich das kann was, ihm angedichtet wird.
Zunächst ein paar trockene Fakten zum besseren Verständnis:
Die Mondumlaufbahn um die Erde ist eine elliptische Bahn, die um etwa 5,2° gegenüber der Ekliptik (Erdbahn um die Sonne) geneigt ist, mit einem durchschnittlichen Abstand von ca. 384.400 km. Der Mond benötigt für einen Umlauf bezogen auf die Fixsterne 27,3 Tage (siderischer Monat) und für einen Zyklus der Mondphasen (z.B. Vollmond zu Vollmond) 29,5 Tage (synodischer Monat), da sich die Erde in der Zwischenzeit mitbewegt.
Die Erdanziehungskraft, auch Gravitation oder Schwerkraft genannt, ist die Anziehungskraft zwischen der Erde und anderen Objekten mit Masse; sie hält uns am Boden, lässt Dinge fallen, die sonst schweben müssten. weil sie die gegenseitige Anziehung aller Massen beschreibt – je größer die Masse, desto stärker die Anziehung, weshalb die Erde eine so starke Kraft ausübt, die auf der Erdoberfläche durch die Erdbeschleunigung (ca. 9,81 m/s²) messbar ist und sowohl die Atmosphäre als auch das Wasser an den Planeten bindet.
Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde beträgt am Äquator etwa 1.670 km/h (ca. 464 m/s), bei dieser Geschwindigkeit müßte eigentlich alles von der Erde weggeschleudert werden einschließlich des Wassers aller Meere.
Die Anziehungskraft des Mondes beträgt dagegen lediglich 1,62 m/s²
Das heißt, die Erde hat eine um 6,05 stärkere Gravitation als der Mond.
Das Verhältnis der Gravitation von Erde zu Mond beträgt demnach ungefähr 6:1, da die Schwerkraft auf dem Mond nur etwa ein Sechstel der Erdanziehungskraft ausmacht, obwohl die Erde viel massereicher ist – dies liegt am viel größeren Abstand und der geringeren Masse des Mondes, was seine Gravitationswirkung auf der Erde im Verhältnis 1:81 verringert, aber der kleinere Abstand des Mondes zur Erdoberfläche diesen Faktor teilweise kompensiert, wodurch wir auf dem Mond sechs Mal höher springen können. Die Gravitationskraft zwischen beiden Körpern ist zwar gigantisch, aber die Fallbeschleunigung auf der Mondoberfläche ist mit ca. 1,62 m/s² wesentlich schwächer als auf der Erde (9,81 m/s²).
Die Entfernung des Mondes zur Erde beträgt ca. 384.400 km!
Zum besseren Verständnis: Was bedeutet Sekunde hoch 2?
Meter pro Sekundenquadrat S² ist die Einheit der Beschleunigung im internationalen Einheitensystem. Damit ein Fahrzeug innerhalb von 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h Geschwindigkeit kommt, muss es mit 2,778 m/s² beschleunigt werden.
Das Verhältnis der Gesamtmasse des Wassers in den irdischen Ozeanen zur Masse des Mondes ist sehr gering. Die Masse des Mondes ist um ein Vielfaches größer als die Masse des gesamten Ozeanwassers auf der Erde. Masse des Wassers der Ozeane: ca. \(1,35\times 10^{21}\) kg bis \(1,4\times 10^{21}\) kg.Masse des Mondes: ca. \(7,35\times 10^{22}\) kg..
Das Verhältnis: Die Masse des Ozeanwassers beträgt somit nur etwa 1,8 % bis 1,9 % der Masse des Mondes (oder anders ausgedrückt: Der Mond ist etwa 50- bis 55-mal schwerer als das gesamte Wasser in den Ozeanen). Hinweis: Oft wird die Wassermasse mit der Masse der Erdkruste oder dem Gesamtvolumen des Mondes verwechselt. Das Wasser der Weltmeere stellt nur einen kleinen Teil der gesamten Erdmasse (ca. 0,023 %) dar.
Frage 1: Da dies nun mal Fakten sind, dürfte vorerst geklärt sein, daß die Erde ihr Wasser ganz für sich behält und sogar ihre Attraktion/ Gravitation die ihrer Rotationsgeschwindigkeit bei weitem übertrifft.
Wenn also der Mond das Wasser der Erde anhebt – warum nur alle sechs Stunden? Hat der Mond bei dieser Geschwindigkeit überhaupt einen Ansatzpunkt?
Frage 2: Wenn der Mond wirklich den Scheitelpunkt der Ozeane anhebt, warum läßt er es wieder fallen? Theoretisch müßte er dann den Scheitelpunkt immer in seiner Laufbahn gehoben halten und mit sich ziehen, so daß eigentlich dauerhaft Ebbe herrschen müßte?
Frage 3: Die Erdoberfläche ist zu etwa 71 % mit Wasser (Ozeane, Meere) und zu 29 % mit Landmasse bedeckt. Bei einer Gesamtoberfläche von ca. 510 Millionen \(km^{2}\) entfallen rund 361 Millionen \(km^{2}\) auf die Wasserflächen und etwa 149 Millionen \(km^{2}\) auf die Kontinente und Inseln. Das Verhältnis beträgt somit fast 2,5 zu 1 zugunsten der Ozeane. Da stellt sich trotzdem die Frage: Wer hebt die Ozeane, wenn der Mond bspw. die gewaltige Landfläche Eurasiens überquert? Eurasien ist die größte kontinentale Landmasse der Erde und umfasst die Kontinente Europa und Asien zusammen 10.10.2025 km² – allein die Distanz zwischen Lissabon und Wladiwostok beträgt 13.568 Km – würde ein Zug diese Strecke fahren benötigt er ohne Störung ca. 230 Stunden das sind fast 10 Tage – uuups?
Frage 4: Warum hebt der Mond nur die großen Ozeane aber keine Binnen- Meere wie Ostsee, Mittelmeer etc.?
Nun – die Nordsee z. B. wird durch die Gezeiten des Atlantiks wie auch das Mittelmeer touchiert und das Wasser der Nordsee wird durch die Ebbe des Atlantiks abgesogen, dies ist deshalb allerdings nur passive Ebbe. Das heißt, der Mond hat darauf keinen direkten Einfluss.
Frage 5: Warum hebt der Mond nicht das Wasser in Bächen, Flüssen, Baggersee usw.? Warum stehen die Blätter der Bäume und unsere Haare nicht nach oben, wenn der Mond zur Ebbe ruft?
Antwort und Schlußfolgerung: Die Erde atmet wie jedes lebende Wesen. Einatmen – der Brustkorb hebt sich = Flut. Ausatmen ergo = Ebbe. Wo geschieht das? An den Nord und Süd- Polen. Dies ist meine Schlußfolgerung nach meinen jahrelangen Selbststudien der Bibel im Allgemeinen und der Propheten im Besonderen. Mag sein, daß hier manch einer widerspricht, doch dann bitte mit Fakten.
Kleiner satirischer Nachsatz: Wer war der erste Mensch auf dem Mond?
Meine Antwort: Der Kameramann, der Neil Armstrong und Buzz Aldrin beim Aussteigen aus der Apollo Landefähre „EAGLE“ filmte. Oder wurde die gesamte Menschheit gefilmt, oder zu Neudeutsch – gefakt?
Fakt ist: Was auch immer Ebbe und Flut auslöst – der Mond ist es jedenfalls nicht, der kann das gar nicht!
PS: Übrigens gibt es ein sehr schönes Lied von Freddy Brek mit dem Titel: „DER MOND HÄLT SEINE WACHT“


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